Erfolgsfaktoren und Voraussetzungen

Organisationen können mit dem raschen technologischen Wandel kaum Schritt halten

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Martec`s Law zeigt ein Phänomen auf, das berücksichtigt werden sollte: „The speed of technolgy outpaces the speed of organizations.“

Den Weg der Digitalisierung erfolgreich zu beschreiten, heisst, die notwendigen organisatorischen Veränderungen proaktiv zu gestalten und den Menschen ins Zentrum zu stellen. Neue Technologien sind Treiber der Veränderung, aber nicht der alleinige Schlüssel zum Erfolg.



Literaturhinweise

Martec’s Law: Technology changes exponentially, organizations change logarithmically; https://chiefmartec.com/2016/11/martecs-law-great-management-challenge-21st-century


Wertbeitrag geht vor Technologie

Quelle: Getty Images

Wir alle erleben in den letzten 10 Jahren den ungeahnten Einfluss des technologischen Wandels auf unseren Alltag. Die Leistungsfähigkeit von IT Systemen und Netzwerken erlaubt es uns, alt bekannte Abläufe in Frage zu stellen und neu zu denken. Bei aller Begeisterung für die neuen Möglichkeiten, bleibt in der Planung von Digitalisierungskonzepten dennoch ein Prinzip erhalten:

 

Der angepeilte Wertbeitrag für das Business (Business Case bzw. wirtschaftlicher Wertbeitrag), steht über den technologischen Möglichkeiten. Des Weiteren ist zu beachten, dass Menschen, Prozesse und Organisationen einem langsameren Wandel unterliegen, als der technologische Fortschritt. Der notwendige „Organisational Change“ muss stets mitberücksichtigt werden, will man neue Konzepte erfolgreich implementieren.




Design Thinking um Produkte und Services zu entwickeln

Quelle: hwzdigital.ch

Design Thinking ist entsprechend ein kreativer und systematischer Prozess. Die Besonderheit liegt darin, dass dieser Prozess durch ein interdisziplinäres Team und gemeinsam mit den „Kunden“ oder „Nutzern“ mit Leben gefüllt wird. Im Fokus steht dabei die Lösung einer komplexen Fragestellung z.B. die Entwicklung eines Produkts, einer Dienstleistung oder einer anderen Herausforderung.

 

Design Thinking bedient sich dabei zweier zentraler Grundsätze und sollte auch in Ihre Digitalisierungsprojekte mit einfliessen:

  1. Rede nicht, sondern zeige es mir.
  2.  Je schneller wir scheitern, umso besser.



Klein starten, Grosses im Sinn haben

Quelle: VIZTECK

In der Umsetzung von Anwendungsfällen, hat sich für KMUs wie auch grosse Unternehmen der Ansatz bewehrt, klein zu starten. Statten sie ihre Projektteams mit überschaubaren Budgets aus, ziehen sie die Systemgrenzen möglichst eng und setzten sie die Konzepte konkret im Sinne eines Proof of Concept (PoC) um.

Gerne wird hier der Ansatz des Minimum Viable Product bemüht. Ein MVP ist ein Produkt mit gerade genug Funktionen, um die ersten Kunden zu befriedigen und wertvolles Feedback für zukünftige Produktentwicklung einzuholen.

Das Sammeln von Einsichten über das MVP ist oft kostengünstiger als die Entwicklung eines Produkts mit mehr Funktionen, wodurch ja sowohl Kosten also auch Risiken erhöht würden, wenn das Produkt beispielsweise aufgrund falscher Annahmen versagt. Der Begriff wurde von Frank Robinson um 2001 geprägt und definiert und von Steve Blank und Eric Ries populär gemacht. Die Durchführung einer Marktanalyse im Voraus kann Teil des MVP sein (vgl. WIKIPEDIA).



Literaturhinweise

What is MVP or Minimal Viable Product: https://vizteck.com/blog/mvp-minimum-viable-product/


Synergie schaffen, Netzwerke mit anderen aufbauen

Quelle: FranklinCovey

Jeder der die „7 Wege zur Effektivität“ von Stephen Covey gelesen hat, kann sich noch gut an den 6. Weg erinnern: Synergien schaffen.

 

Im Rahmen der Digitalisierung ist diese Gewohnheit wichtiger denn je. Alles selber zu erfinden, zu erlernen, umzusetzen und zu optimieren, führt nicht mehr ans Ziel. Geschwindigkeit ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor und wer schnell produktiv sein will, braucht belastbare Partnerschaften und Netzwerke.




Erfolgsfaktor Referenzarchitektur

Quelle: Plattform Industrie 4.0 DE

Eine zentrale Frage in der Umsetzung sind notwendige Standards und Architekturen. An der Stelle sei auf die Broschüre „Auf dem Weg zu Industrie 4.0: Erfolgsfaktor Referenzarchitektur“ verwiesen.

 

Ziel dieser Broschüre ist es, ein fundiertes Bild über das Leistungsvermögen von Architekturmodellen zu liefern. Dazu werden konkrete Handlungsempfehlungen für die Erfolgsfaktoren Referenzarchitektur, Systems Engineering und Geschäftsmodelle im Kontext von Industrie 4.0 ausgesprochen. Besonders fokussiert wird auf die folgenden drei Aspekte:

  • Gemeinsames Verständnis: Welche Sichtweisen haben Anbieter, Anwender und Wissenschaft auf Herausforderungen zukünftiger Informationsarchitekturen?
  • Status quo: Welche Strukturen dominieren die derzeitige IKT-Landschaft in der industriellen Produktion?
  • Herausforderungen: Welche spezifischen Herausforderungen und Barrieren ergeben sich für die Gestaltung von IKT-Systemen zur erfolgreichen Umsetzung von Industrie 4.0?